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Gespenst

Der Geist vom Hopfenwehrl

Anno 1890 war eine sechsköpfige Pilgergruppe durchs Hopfenwehrl zur Schutterkapelle unterwegs.

Einer der Pilger verspürte ein dringendes Bedürfnis und ging in den Wald. Die anderen Fünf

gingen weiter...

Er tauchte nie mehr auf! Heute kann man abends im Hopfenwehrl eine schwebende, durchscheinende Gestalt sehen,

die man nicht anblicken darf.

 

Der untote Hund

Einst war der Mühlenbauer mit seinem Hund Senftl in den Donauauen unterwegs als sich ein fürchterliches Gewitter zusammenbraute.Da bekam es der Bauer mit der nackten Angst zu tun und ergriff ob dem herannahenden Blitzen und Donnern die Flucht.Dabei vergass er seinen Hund, welchen er zuvor mit der Leine an eine alte Eiche gebunden hatte.Mit einem Mal schlug ein derartiger Blitz in die Eiche ein so daß diese in drei Teile gespalten wurde.Der arme Hund wurde von dem Blitz mit solcher Wucht getroffen daß von ihm bis auf die Leine nichts mehr übrig blieb.Seither irrt in den Donauauen seine arme Seele umher. Noch heute kann man manchmal bei schweren Gewittern seine Augen durch das Unterholz blitzen sehen.Oft höhrt man auch sein entferntes Bellen durch die verwunschenen Auwälder entlang der Donau.Wanderer sollten sich vor ihm in Acht nehmen, als Strafe dafür, daß der Bauer ihn damals im Unwetter seinem Schicksal überließ,lenkt er die Blitze in einem Gewitter auf jeden, der ihn zu Gesicht bekommt.

 

Grüße aus dem Jenseits

Folgender Bericht wurde nur unter der Auflage veröffentlicht, jedwede Haftung für etwaige Folgeschäden beim Leser auszuschließen.

Am letzten Wochenende gelang dem Naturforscher und Vogelkundler Göli Mauser etwas schier Unglaubliches:
Bei der Aufnahme von Vogelstimmen in den Donauauen schien zunächst alles wie immer.
Mit seinem Spezial-Richtmikrofon begab er sich in die dichten Wälder, richtete das Mikrofon aus und begann mit den Aufnahmen.
Der prächtige Gesang der Vögel versetzte den Göli in höchste Verzückung, sogleich machte er noch einige minutenlange Aufnahmen aus verschiedenen Richtungen.
Als er die Aufnahme zuhause in seinem Tonstudio abhören wollte konnte er zunächst nicht glauben was er da zu vernehmen schien:
Zwischen dem Vogelgezwitscher war eindeutig eine menschliche Stimme zu hören!
Sogleich begann er die Aufnahme an seinem Computer zu filtern und die Stimme zu verstärken.
Das Ergebnis ist unglaublich: Es handelt sich, Experten zufolge, um den Urgroßvater vom Mauser-Sepp, welcher damals im Ersten Weltkrieg gegen die Franzosen an der Westfront in einem Granatenhagel sein Leben lassen musste.

 

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